Das war die 13. Touristische Orientierungsfahrt
und 4. Young- & Oldtimerfahrt 2011.
Ein strahlend schöner Frühlingsmorgen hat uns am vergangenen Sonntag perfekt auf die schon mit Spannung erwartete 13. Orientierungs- und Oldtimerfahrt eingestimmt. Noch erfreulicher war dann auch, dass sich die Teilnehmerzahl auf stattliche 130 erhöhte, das sind 40 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr.
Beim zweiten Morgenkaffee traf man sich bereits einige Zeit vor dem Start, um Erfahrungen aus vorhergehenden Jahren auszutauschen, zu rätseln, welche Aufgaben gestellt würden und ob die gefundenen Antworten einen dann auch tatsächlich zum richtigen Ziel führen würden. Die Teilnehmer, die sich bereits kannten, freuten sich einander wiederzusehen und begrüßten
herzlich auch die neu hinzugekommenen. Alles in allem war schon das Zusammentreffen höchst interessant und viele nutzten die Möglichkeit, die Fahrzeuge ihrer Mitstreiter zu bestaunen. Die vorfahrenden Old- und Youngtimer sowie Motorräder setzten uns
durch ihren Glanz einer kleinen Zeitreise aus, der man sich mit Freude und Bewunderung hingab. Das älteste Fahrzeug stammte dabei aus dem Jahre 1927 und bestach mit seiner Mobilität und seinem unvergleichbaren Charme.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Honda startete das Autohaus Fugel mit 15 historischen Honda-Fahrzeugen. Das Flair, welches dabei der sonnengelbe S800 aus dem Jahre 1974 versprühte, war mitreißend. So schwärmte man als Betrachter doch schnell davon, eine kleine Spritztour machen zu können, um dem Alltag einmal auf ganz besondere Weise zu entfliehen und sich
bei dem herrlichen Wetter den Wind um die Nase wehen zu lassen.
Wie bereits im letzten Jahr starteten um 11 Uhr die Teams ihre Erlebnisreise im Minutentakt vom Freibad in Erdmannsdorf mit
dem ersten Ziel der Historischen Wasserbrücke in Krumhermersdorf bei Zschopau. Die Strecke erschloss sich den Teilnehmern durch das Beantworten von zum Teil kniffligen Fragen und Finden von versteckten Hinweisen. Aufmerksame Beifahrer waren
dabei eine große Hilfe. Schon die erste Durchfahrtskontrolle am Schloss Wildeck in Zschopau forderte von den meisten sehr viel
Fantasie ab, denn Hilfsmittel standen nicht zur Verfügung beim Schätzen des Umfangs des altertümlichen Turms „Heinrich“.
So war es auch kaum verwunderlich, dass nur sehr Wenige annähernd auf das richtige Ergebnis von 34m kamen. Nach dieser spannenden
Knobelei führten uns die Hinweise nach Marienberg über Großolbersdorf, Warmbad und Großrückerswalde zur
zweiten Durchfahrtskontrolle.
Der Weg bis dahin ließ uns alle von den vergangenen, arbeitsreichen und vielleicht auch hektischen Tagen abschalten. Unsere Umgebung und die Natur einmal mehr mit anderen Augen zu sehen, sie bewusst zu erleben und sich daran zu erfreuen, dass
wir in einer so wunderschönen Gegend leben, war uns allen mit Sicherheit ein willkommener und seitens des Veranstalters auch beabsichtigter Nebeneffekt. Jung und Alt genossen dabei jeden Meter und die Zuschauer am Rande der Straßen erfreuten sich
beim Anblick der herausgeputzten Wagen und Zweiräder. Nach nur einer halben Stunde Pause, bei der sich die Teams auf einen Plausch trafen, Eindrücke austauschten und sich stärkten, trat um 12:30 Uhr das erste Fahrzeug wieder den Rückweg über das
Alte Gericht an.
Die Sonne unterstützte uns nach Kräften und schenkte uns dabei einen unvergesslichen Blick durch das Erzgebirge bis hin zum Fichtelberg, Pöhlberg und Spitzberg – eine Kulisse, die durch den strahlend blauen Himmel, die sonnengelben Rapsfelder und
die vorbeifahrenden Old- und Youngtimer sowie Motorräder ihres gleichen sucht.
Die Rückfahrt führte die Teams über Mildenau, Wiesenbad entlang der Zschopau an den Fuß der Burg Wolkenstein, im eindrucksvollen Zschopautal gelegen. Weiter ging es dann in Richtung Dittmannsdorf über Scharfenstein, Venusberg, Gelenau, Gornau und durch das Sternmühlental bis hin zurück nach Erdmannsdorf. Hierher gelangten alle Teilnehmer erfolgreich und
durch eine vorbildliche und faire Fahrweise auch ohne Unfälle, sicher zur Freude aller.
Um 16:40 Uhr traf dann das letzte Fahrzeug im Freibad ein, nicht weniger spannungsvoll erwartet als all seine Mitstreiter vor ihm.
Zum Einen war man froh und stolz am Ziel angekommen zu sein, zum Anderen jedoch war man auch etwas traurig, dass es
schon wieder vorbei war. So blieb also erst einmal ein wenig Zeit, die gewonnenen Eindrücke und Erlebnisse untereinander
auszutauschen, während die Mitarbeiter des Veranstalters die Auswertung der einzelnen Stationen übernahmen, um schließlich
das Team zu ehren, welches die wenigsten Fehlerpunkte im wahrsten Sinne „erfahren“ hatte. Während der abschließenden Siegerehrung, die aufmerksam verfolgt wurde, war schon leicht die Vorfreude auf das nächste Jahr spürbar, für das sich viele vornahmen wieder teilzunehmen und wer weiß, welches Schmuckstück für dieses Ereignis wieder zum Leben erweckt wird. Wir freuen uns schon heute darauf…
An dieser Stelle möchten wir die Chance nutzen, den vielen freiwilligen Helfern zu danken, ohne deren Unterstützung der reibungslose Ablauf nicht möglich gewesen wäre. Wir danken auch der Interessengemeinschaft "Freibad Erdmannsdorf",
dass wir durch Sie an der Tradition festhalten konnten, Start und Ziel unserer diesjährigen Orientierungs- und Oldtimerfahrt
im Erdmannsdorfer Freibad ausrichten zu können. Unser besonderer und auch herzlichster Dank gehört vor allem
Rico Näther, der dieser einmaligen Veranstaltung den Charakter gegeben hat, der uns an diesem Tag so beeindruckte.
Mit größter Leidenschaft und Einfallsreichtum sowie perfekter Organisation hat er uns einen unvergesslich schönen Tag geschenkt, unsere Blicke für unsere Umgebung wieder geschärft und uns mit seinem Event einfach eine große Freude
bereitet. Danke Rico!
Hinweis:
Sollten Sie Interesse an den Originalfotos dieser Veranstaltung geben ,wenden Sie sich bitte an info@tilo-hofmann.de oder wenden Sie sich telefonisch an unser Büro in Flöha.
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